Machen Lieferdienste die deutsche Innenstadt kaputt?

Machen Lieferdienste die deutsche Innenstadt kaputt?

2026-10-16 · 34 Minuten · Folge 382

+++ Alle Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://linktr.ee/capital_podcast +++ In den Großstädten gehören sie mittlerweile zum Straßenbild: Fahrer, die auf E-Bikes für Lieferdienste Essen in die Wohnungen der Kunden transportieren. Entweder aus Restaurants oder in Form von Lebensmitteln aus dem Supermarkt. Die Kritik an dem Geschäftsmodell nimmt zu, auch weil manche fürchten, dass die Innenstadt auf diese Weise an Leben verliert. Chris Urban vom Lieferdienst Wolt hält dagegen: „Wir geben den Geschäften nur einen zusätzlichen Radius“, sagt Urban im Capital Wirtschaftspodcast. Der Manager, der bei Wolt das Retail-Geschäft für Nordeuropa verantwortet, beruft sich auf Erhebungen, wonach die beteiligten Restaurants und Läden eher mehr Umsatz machen: „Wir sehen kaum einen Kannibalisierungseffekt.“ Wolt wurde ursprünglich in Finnland gegründet und gehört mittlerweile zum US-Unternehmen Doordash. In Deutschland ist der Dienst in mehr als 70 Städten aktiv und hat nach eigenen Angaben gut fünf Millionen registrierte Nutzer. „Die Essenslieferung hat in den letzten Jahren einen extremen Boom erlebt“, sagt Urban, der auch den Vorwurf schlechter Arbeitsbedingungen bei den Fahrern kontert. „Wenn ein Fahrer bei uns arbeitet, gelten die gleichen Regeln: Mindestlohn muss bezahlt werden, Sozialversicherung auch“, sagt er. „Es ist eine maximale Kilo-Zahl vorgeschrieben, die der Fahrer transportieren darf.“ Nicht immer ist das jedoch unmittelbar durchsetzbar: Die meisten Fahrer sind nicht direkt bei Wolt, sondern bei Subunternehmern beschäftigt, auf die das Unternehmen nur indirekten Einfluss hat. Eine Produktion von RTL+ Podcast.Host: Nils Kreimeier.Redaktion: Lucile Gagnière.Produktion: Andolin Sonnen. +++Weitere Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/diestundenull +++60 Tage lang kostenlos Capital+ lesen - Zugriff auf alle digitalen Artikel, Inhalte aus dem Heft und das ePaper. Unter Capital.de/plus-gratis Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

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